Welche Bibelübersetzung?
Wieder einmal dieselbe alte Frage – eine wichtige dazu, denn nicht alle Bibelübersetzungen verfolgen das gleiche Ziel. Nun ist die deutsche Bibellandschaft nicht ganz so stark mit den unterschiedlichsten Bibelausgaben gefüllt wie die englische, aber es gibt doch einige: Angefangen mit der Lutherübersetzung von 1984, der Luther 12/98, Hoffnung für Alle, Gute Nachricht, Schlachter 2000, Albrecht, Bruns, Neue evangelistische, Züricher, Elberfelder … die Liste ist, wenn man sich erst einmal umschaut, doch recht lange und wird schnell unübersichtlich. Welche würdest Du nehmen? Die, die Du schon immer benutzt hast, oder die, die am einfachsten zu lesen ist? Oder die, die sich am engsten an das griechische bzw. hebräische Original hält?
Hoffentlich letzteres – aber was heíßt denn das, “am engsten”? Es kann uns schließlich nicht nur um Satzstruktur und wortwörtliche Übersetzung gehen, denn wo bliebe dann zum Beispiel die Poesie der Psalmen, oder die Dynamik einer Erzählung?
Natürlich geht es gerade bei einer Gruppe wie unserer auch darum, daß man den Text nicht am Leser vorbei übersetzt. Der Text muß nun einmal auch verstanden werden, was den grammatikalisch äquivalenten Bibeln oft nicht gut gelingt. German Bible Café wird sich daher am leichter verständlichen Ende des Spektrums orientieren.
Bei meiner Recherche schien mir die Neue Genfer Übersetzung, von der bisher leider nur das Neue Testament erhältlich ist, eine sehr gute Balance zwischen Lesbarkeit und Genauigkeit zu treffen. Der Text des kompletten NT ist als PDF und sogar als MP3-Audio von der NGÜ-Webseite derzeit frei erhältlich. Die neueste Ausgabe kommt demnach am 31. Oktober 2009 heraus, so daß man die alte Teilausgabe der NGÜ von 2003 bei einer Abnahme von zehn oder mehr Exemplaren jetzt für 1CHF bestellen kann!!!
Für Alternativen interessiere ich mich allerdings trotzdem noch!
Schlagwörter: Bibel, Bibelübersetzungen, Neue Genfer Übersetzung, NGÜ
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28. Juli 2009 um 8:15 pm
Diese hier würde ich nehmen: http://tiny.cc/AUu62
28. Juli 2009 um 8:32 pm
Hallo Sebastian,
Schön, von Dir zu hören. Dein Artikel hat auch die Wichtigkeit des Grundtextes gut herausgestellt. Ich werde mir die Zürcher wohl doch noch einmal zu Gemüte führen müssen. Leider konnte ich bis jetzt noch keine günstige und leichte Version zum Versand nach Australien finden und leider ist Finanzierbarkeit bei den extrem hohen Versandkosten hierher ein Problem. Glaubst Du, daß die Zürcher auch für die Nicht-Muttersprachler in unserer Gruppe geeignet ist?
31. Juli 2009 um 1:26 am
Sebastian und Klaus,Ihr Lieben.
Christus hat uns keine Buch-Religion noch eine Buch-
Theologie gestiftet noch eingeführt sondern,
Die Religion des Heiligen Geistes, dem Geist der Wahrheit, den die bekommen sagt Petrus, die Gott und dem Heiligen Geist gehorsam werden.
Apostelgeschichte 5, 31-32
Schaut Euch mal in der Welt um, dann werdet Ihr sehen und zur Kenntnis nehmen müssen, was der Buchstabe der Bibel alles so angerichtet, und warum?
weil diesen anmaßenden und und von Menschen gemachten Christen, der Heilige Geist-welcher ist der Geist der Wahrheit fehlt.
Allein der Heilige Geist,d.G.d.W.,wenn Er in einem werdenden Christen fehlt,
richtet solch einen religiösen Durcheinander ein, welches den Namen in Offenbarung Kapitel 16,17,18,
den von Gott vergebenen Namen Babylon trägt.
Währen der wahre lebendige und allezeit gegenwärtige Gott,, der Geist und 1. Autorität für den Urchristen war und ist, ist die Schrift mit dem Neuen Testament,
die 2. Autorität Gottes auf Erden und wird nur
von dem Christen recht gelesen und ausgelegt, der den Heiligen Geist Gottes und das wahre Wort Gottes in seinem Innern und Bewusstsein > wohnend < hat, gleich den von Christus berufenen, zubereiteten, wiedergeborenen, erwählten und legitimierten Jünger.
Allein der Heilige Geist macht aus einem alten Menschen und Sünder, eine neue Kreatur Gottes, weil das GEN Gottes, welches ist der Geist, in ihm das wahre Leben ist und den Allerheiligsten und Alleinseligmachenden Glauben wirkt in ihm.
Es heißt:
"Wer dem HERRN anhangt, der ist ein GEIST mit IHM"
Das wünscht Euch einer, der in der freiwilligen
Einsamkeit, durch Jesus Christus, der vor aller Herzens-Tür steht und bittet um Einlass, dem ich mit 27 Jahren, die Tür meines Herzens geöffnet habe und Ihn um das Eintreten bat, um durch Christus, zu dem einzigen Sakrament der ewigen geistigen Verbindung, Vereinigung und Gemeinschaft zu gelangen wie es heißt bei Johannes in der Offenbarung Kapitel 3, 20
Diese einzige Aussage und Angebot Jesu Christi an alle Menschen,Juden wie Heiden, würde ausreichen wenn der einzelne Mensch, dies befolgen würde und Christus in sein Innerste bittet und erwartet in einer stillen und schweigenden Andacht.
2. August 2009 um 10:45 am
Lieber Peter,
Zunächst einmal möchte ich um Entschuldigung für die verspätete Freischaltung Deines Kommentars bitten. Leider war ich einige Tage abwesend.
Deine Gedanken drehen sich anscheinend vor allem um die Beziehung zwischen der Bibel und dem Heiligen Geist. Ich stimme mit Deinen Aussagen überein, daß die Bibel mißbraucht werden kann, wenn Menschen sie für ihre eigenen Ziele benutzen – und damit entgegen dem Geist Gottes. Ob man deshalb „den Buchstaben der Bibel“ beschuldigen kann, Schlimmes anzurichten, möchte ich allerdings bezweifeln, denn Menschen schaffen es immer, gute Dinge zu mißbrauchen. Die Bibel als etwas Gutes wird nicht schlecht, weil Menschen sie manchmal mißbrauchen.
Wie Du selbst sagst, möchtest Du gewissermaßen die Bibel dem Geist in einer Prioritätenliste unterordnen. Ist das nicht sehr problematisch? Wenn wir mit Jesus und den Aposteln akzeptieren, daß die Bibel in ihrer Ganzheit Gottes Wort ist, dann würden wir mit solch einer Liste implizieren, daß Gottes Geist und sein Wort sich gegenseitig widersprechen könnten. Wo bleibt aber dann die Einigkeit bzw. Einheit Gottes? Gott in seinen Taten und seinem Wesen ist der dreieinige Gott. In Gott gibt es keinen Widerspruch.
Dies ist offensichtlich unmöglich, daher können wir folgern: Wenn sich unserer Meinung nach Wort und Geist Gottes widersprechen, dann mißverstehen wir entweder Gottes Wort, oder Gottes Geist, oder beides.
Während ich also die traurige Einschätzung mit Dir teile, daß Menschen – sowohl Christen als auch Nichtchristen – schon oft im Namen des christlichen Glaubens Falsches getan haben und sich dabei oft gerade auf die Autorität der Bibel berufen haben, ist der Ausweg, die Bibel dem den Gläubigen innewohnenden Heiligen Geist zu unterwerfen, keine passende Lösung. Denn woher weiß ich, daß das, was in mir spricht, tatsächlich der Heilige Geist ist? Da wir schließlich alle unter den Folgen des Sündenfalles leben – auch Christen sündigen noch (1 Joh. 1,5-2,1) – brauchen wir das geschriebene Wort Gottes, „denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt“ (2 Tim. 3:16-17). So können wir also nicht behaupten, daß der Geist bestimmte Dinge der Bibel „korrigiert“ oder außer Kraft setzt, denn Jesus spricht, „die Schrift kann doch nicht gebrochen werden“ (Joh. 10,35).
Zum Abschluß, lieber Peter, möchte ich noch kurz auf die Ermutigung eingehen, daß wir Christus in „stiller und schweigender Andacht“ bzw. in „freiwilliger Einsamkeit“ erwarten sollten. Ich denke, daß wir Christen uns oft damit schwertun, uns in persönlicher stiller Zeit in Bibellese und Gebet mit Gott bewußt zu treffen, und somit nehme ich Deine Worte sehr ernst. Allerdings darf das nicht dazu führen, daß wir uns der Welt oder der Gemeinde Gottes entziehen. Zum Einen hat Jesus uns in der Welt gelassen, „damit die Welt glaube.“ Außerdem bittet in Joh 17,17-26 Jesus seinen Vater um die Einheit jener, die an ihn glauben. Einheit kann natürlich nicht in Abgeschlossenheit geschehen, so wie auch das Bild in Offenbarung 7,9-12 nicht von Einsamkeit, sondern von einer großen Versammlung von Menschen aller Völker spricht. Die Einheit dieser Versammlung, Christi Kirche, geschieht, so betet Jesus in Johannes 17, im Wort.
In Gottes geschriebenem Wort ist der Schlüssel zur Einheit der Christen, so daß wir nie aufhören sollten, es in der Gemeinde und in der Welt zu predigen. „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens“ (Heb 4:12). Was aber bedeutet es, daß Gottes Wort „lebendig“ ist, wenn nicht, daß es vom Heiligen Geist gefüllt ist.
Deshalb betont Jesus in Johannes 17 die Wichtigkeit von Wort und christlicher Einheit, „damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast“ (17,26). Beide aber werden wie der Glaube an Christus selbst durch den Geist erst ermöglicht.
4. August 2009 um 6:40 pm
Klaus,
weder Gott noch Christus, hat uns Wiedergeburts -christen eine Buch-Religion noch eine Buch-Theologie gestiftet und zugesagt, denn dann wäre Er ein ungerechter Gott gegenüber denen, die NICHT lesen können. Lesen und schreiben ist eine Erfindung des Menschen auf der Erde wie der Turmbau zu Babel mit und durch seine weltliche Weisheit. Du verdammst dadurch diejenigen, die nicht lesen gelernt haben,tue es nicht, denn gerade sie sind Gottes Augapfel.
GOTT ist GEIST und GOTT ist Körperlos, ohne Hautfarbe und ohne Geschlecht,also weder männlich noch weiblich. GOTT könnte sonst als der schöpferische und all -gegenwärtige GEIST, NICHT das Universum füllen und die Erde durchdringen,wie den Menschen kennen in seinem Innern, und ihn durch das Gewissen, als das innere Licht ermahnen. Johannes 1, 1-13
So ist und bleibt Gott, der 1.Lehrer und die 1.Autorität des Menschen von Anfang an, dagegen ist das Neue Testament: die 2. Autorität des Menschen auf Erden und Warum? Weil viele natürliche und ungeistige Menschen nach dem Geist und Urteil Gottes, Lektoren, Korrektoren und andere „Selbstkluge und „Fromme“, die Bibel übersetzt haben und NICHT, von Gott berufen,zubereitet, erwählt und legitimiert wurden durch das dreifache Zeugnis Gottes und durch das Zeugnis Jesu Christi, welcher ist der Geist der Weissagung. 1.Johannesbrief 5, 6-12/Offenbarung 19,10
Bleib in dem Herrn und lass Dich von IHM erleuchten in allen Dingen, denn „der Geist macht lebendig und erleuchtet unseren Verstand, gleichso gibt Er uns das Wissen,das uns zu den Erfahrungen der ersten Christen führt mit Jesus Christus. „Gott sagt in einer Weissagung: „Wer den Geist Gottes und Christi in seinem Innern >wohnend< hat, der hat auch das wahre Wort Gottes in seinem Innern und Bewusstsein, denn der Geist und das Wort gehören zusammen und sind eine Einheit in Gott".
Darum kommt die Einheit der Christen auf Erden, Nicht durch die Bibel und die darinn enthaltenen Zeugnisse Sondern, durch den Heiligen Geist,welcher ist der Geist der Wahrheit,den sie bekommen sagt Petrus, die Gott-Christus und dem Heiligen Geist gehorsam werden. Apostelgeschichte Kapitel 5,32 und Kapitel 4,12
Wünsche Dir und all den Deinen, den Geist der Liebe und Erkenntnis Gottes und seinem Christus. peter S.
6. August 2009 um 4:51 pm
Lieber Peter, vielen Dank für Deine nochmalige Rückantwort.
Ich verdamme ganz und gar nicht die, die nicht lesen und schreiben können. Zum Beispiel lese ich jeden Abend meinen Kindern, die nicht lesen können, Geschichten aus der Bibel vor, damit sie Jesus Christus so kennenlernen können, wie er uns in der Bibel überliefert wurde. Im arabischen Bereich wie auch z.B. in Südamerika und Teilen Asiens verkünden Radiosender die gute Nachricht. Anderswo gibt es Fernsehsender, und wo die Technik nicht verfügbar ist, lernen Missionare die Sprachen von Völkern in abgelegenen Regionen, um ihnen den Tod, die Auferstehung und die Herrschaft Jesu zu verkünden. Jesus hat uns einen Missionsauftrag gegeben (Mt 28,18-20), der Geographie, Sprachen, Kulturen und dergleichen übergreifend für alle eine Einladung ist, Gottes Reich im Glauben anzunehmen. Analphabetismus ist dabei nur ein Problem, daß aber leicht durch andere Formen der mündlichen oder visuellen Kommunikation überwunden werden können.
Mit Sicherheit wird damit nicht die Gerechtigkeit Gottes angegriffen, sondern vielmehr die Gnade Gottes herausgestellt, der Sünder aus allen Ländern in sein Reich ruft. Keiner von uns hat schließlich irgendetwas von Gott verdient, und es ist tatsächlich vielmehr das Problem, wie Gott ungerechte Menschen gerecht vor sich stellen kann. Das hat er durch das Sühneopfer Jesu Christi erreicht, durch das wir vor Gott gerecht stehen können, ohne daß Gottes Gerechtigkeit dadurch komprimitiert wird.
Deinen Angriff gegen Bibelübersetzer finde ich ehrlich gesagt grundlos überzogen. Natürlich wird jede Bibelübersetzung bestimmte Entscheidungen beinhalten, wo man eine Sprache, sei es nun Griechisch, Hebräisch oder dergleichen, einfach nicht in eine andere Wort für Wort übersetzen kann. Gleichzeitig ist es aber eine ungeheure Ermutigung, zu sehen, wie nahe die meisten „besseren“ Übersetzungen miteinander und mit originalsprachlichen Texten bereinstimmen. Ich habe schließlich selbst diese Sprachen gelernt und bin immer wieder sehr beeindruckt von der Integrität, mit der Bibelübersetzer ihrem Werk nachgehen. Die Bestätigungen von Jesus und den Aposteln sowie alttestamentlichen Autoren, daß die Bibel Gottes unfehlbares Wort ist, sind überwältigend, und ich habe Dir ja auch einige genannt, auf die Du aber leider nicht eingegangen bist. Wir können Gottes Wort vertrauen.
Auf die Frage, woher die Einheit kommt – Bibel oder Geist – werde ich nicht mehr eingehen, da dies wegen der Unfehlbarkeit der Schrift wiederum auf eine Trennung von Wort und Geist hinausliefe und daher eine Uneinigkeit in Gott erfordert, die offensichtlich unmöglich ist.
Hiermit möchte ich diese Diskussion auch abschließen. Vielen Dank für alle Kommentare, die ich hoffentlich hinreichend beantwortet habe.
16. August 2009 um 1:27 am
Hallo,
ich möchte einen kurzen Kommentar zum Startbeitrag machen.
Für diejenigen die sich intensiv mit der Bibel auf Deutsch beschäftigen möchten kann ich die
John MacArthur Studienbibel – Schlachter 2000 wirklich empfehlen. Hier könnt Ihr Rezesionen nachlesen…..
http://www.clv.de/index.php?sid=70641b742e2f0522379cd7fa2210b0e2&cl=details&cnid=85741efc5134c89b1.06623885&anid=700
, und hier eineige Musterseiten im PDF Format ansehen http://www.clv-server.de/pdf/255017.pdf .
Der Preis in Höhe von 34,90 Euro ist für dieses Buchg wirklich sehr moderat.
Liebe Grüße
Erich
9. Oktober 2009 um 4:26 pm
Update zur Bibelübersetzung.
Diese Woche hatte ich Gelegenheit, mich mit der Zürcher und der Luther 12/98 zu befassen. Folgendes ist mir aufgefallen:
Zunächst zur Lu 12/98: Ich war positiv überrascht, wie gut sich das Alte Testament lesen läßt. Trotzdem sind einige Begriffe leider vollkommen unverständlich: Unser Predigttext am Donnerstag war z.B. Richter 19-21, wo die Frau des Leviten als „Kebsweib“ bezeichnet wird! Im Neuen Testament hat sich meines Erachtens nicht allzuviel getan, so daß das typische Gefühl einer Lutherübersetzung erhalten bleibt. Gewichtsmäßig ist sie mit unter 400g eine der leichtesten Übersetzungen (dafür auch etwas kleiner und leichter transportierbar).
Nun zur Zürcher: Persönlich finde ich sie sehr gut zu lesen, und sie fühlt sich auch sehr gut „in der Hand“ an. Für Leute, die viel unterwegs sind, ist dieser Klotz von 1.3kg aber nichts! Zwei Dinge haben mich ein wenig gestört. Die durchaus empfehlenswerten Einleitungen zu den jeweiligen Büchern sind in keiner Weise vom Bibeltext abgehoben. Vor allem der Neuling wird hier Schwierigkeiten haben, die zwei angemessen auseinanderzuhalten: Das Eine als Einleitung, das Andere als Wort Gottes! Außerdem ist mir beim Lesen der Einleitung zu Hiob aufgefallen, daß z.T. Ansichten als Fakten dargestellt werden. Z.B. gibt es gute Gründe, Hiob tatsächlich auf historischen Fakten beruhend einzustufen, auch wenn natürlich das Buch selbst viel weiter geht als nur die historischen Fakten darzustellen – es handelt sich um „Weisheitsliteratur“, nicht um Geschichtsschreibung! Die Einleitung lehnt Historizität generell ab.
Grundsätzlich scheint mir die Übersetzung der Zürcher gut gelungen, wobei ich es erstaunlich fand, daß z.B. in Epheser 1,5 ‘proorizo’ als „seit langem bestimmt“ und nicht „vorherbestimmt“ übersetzt wird, wie die gängigen Wörterbücher und auch Lu 84, Rev. Elberfelder, sowie die englischen Übersetzungen dies bevorzugen. Hierdurch wird meines Erachtens künstlich theologischer Spielraum eingeführt, der im Griechischen nicht gegeben ist.
Soviel also zu meinen ersten Eindrücken. Insgesamt gefallen mir beide Übersetzungen gut, und für eine Bevorzugung der einen über die andere ist es momentan einfach noch zu früh. Für Bibelleser, deren Muttersprache nicht deutsch ist, ist leider keine der beiden sofort geeignet. Man muß sich schon sehr gut im Deutschen zurechtfinden, um diese Übersetzungen leicht zu lesen. Die NGÜ wurde in unserer gemischtsprachigen Lesegruppe bevorzugt, als ich einmal die Zürcher stattdessen verwendet hatte – ohne der Gruppe vorher bescheid zu sagen.
9. Oktober 2009 um 4:28 pm
Noch eine Anmerkung: Die Lu 12/98 besteht aus der LU 1912er Übersetzung des Alten Testaments, und einer überarbeiteten Version des Neuen Testaments von 1998.
9. Oktober 2009 um 5:37 pm
Wir nutzen in deutschem Hauskreis der Leipzig English Church die Schlachter 2000. Für uns hat sie sich als Lesbar und, soweit wir beurteilen können, nah an den Originalen. Ich würde mich interessieren wie Andere diese Übersetzung empfinden.
11. Oktober 2009 um 9:56 am
Ja, das würde mich auch interessieren. Habt Ihr auch Nichtmuttersprachler in Eurem HK – so wie Dich zum Beispiel
? Bis jetzt habe ich nur gehört, daß die Schlachter 2000 recht schwer zu lesen ist, habe mich aber noch nicht selbst damit befasst.
11. Oktober 2009 um 10:03 am
Habe mir die NGÜ gerade für meine Vorbereitung auf unser Treffen heute mittag vorgenommen und war etwas enttäuscht, daß im Markusevangelium Kapitel 1 ein und derselbe Begriff aus unerklärlichen Gründen verschieden übersetzt wird. In 1,1 wird euaggelion mit Evangelium übersetzt, in 1,14 dann mit „Botschaft“. Das sind natürlich zwei vollkommen legitime Übersetzungen, aber diese zwei verschieden zu übersetzen ist m.E. nicht sehr hilfreich.